| Mückenvernichterlampenwiedergutmachung |
Mücken(-stiche) sind lästig! Vor allem, weil sie irgendwie besonders auf MICH
Diese Leuchtstoffröhren sind einzeln sehr schwer zu bekommen, dabei teuer und dann ja doch auch
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Also musste ich eine kleine Schaltung entwerfen, über die man aus dem Netzstrom eine Reihe
Die folgenden Erläuterungen darf man keinesfalls ohne fachmännische Kenntnisse
nachmachen!
Beschreibung: der 0,47µ-Kondensator ist verantwortlich für die Strommenge, die
Hinweis: wenn eine LED oder der Elko sterben sollte, dann himmelt das mit hoher
So, nachdem hiermit auch dem DHW (dümmsten Heim-Werker) klar sein sollte, dass er die
Zunächst wird das Bodenteil abgenommen (und darin möglicherweise vor sich hingammelnde Insekten entsorgt).
Dann kann der kleine Innendeckel aufgeschraubt werden, um den unteren Leuchtenstecker abzuziehen.
Anschließend kann man an der Leuchte vorsichtig ziehen, um sie auch aus dem oberen Stecksockel
Die kaputte Leuchte entsorgen wir natürlich korrekt über den Recycling-Hof und keinesfalls
Nun wollen wir das Gehäuse öffnen. Vier kleine Gewindeschrauben sind dazu zu lösen. Sie sind von
Hinter den ringförmigen Gehäuselamellen kommen die Hochspannungs-Fangdrähte zum Vorschein. In der
Wenn die Lampe so weit zerlegt ist, gelangt man endlich auch in das Kopfteil der Lampe, in dem
Ich habe mir nicht die Mühe gemacht, die genaue Schaltung dieser Original-Elektronik zu untersuchen.
Die UV-Leuchtdioden müssen wir nun zu einer Kette zusammenlöten und dabei natürlich peinlich auf die
Die (etwa) 10 LEDs sollten natürlich als Kette insgesamt wieder ungefähr so lang sein, dass sie
losgehen! Daher haben wir schon seit vielen Jahren diese praktischen und preiswerten Hochspannungs-
Mückenbrutzler im Einsatz. Sie funktionieren auch recht gut - aber leider nicht lange! Ich habe das
Gefühl, dass die nachgekauften Dinger in der letzten Zeit besonders schnell den Geist aufgeben, wobei
sich bisher immer die violett strahlende Leuchstoffröhre im Innern des Gerätes verabschiedete und
einfach nicht mehr leuchtete. Folglich lockten die Vernichter auch keine Insekten mehr an und jetzt
war sofort ICH wieder dran...
bald wieder im Eimer. Also suchte ich nach einer Lösung, wie man das eleganter und vor allem dauerhafter
reparieren könnte. Sie fand sich mal wieder bei eBay: dort werden inzwischen auch UV-LEDs angeboten,
50 Stück für nur 10€ (Stand Sep. 2011). Diese LEDs haben eine erheblich längere Lebenserwartung als die
inzwischen wirklich überholten Glasfunzeln. Im Test ergaben die LEDs ein erfreulich helles blaues Licht,
von dem man annehmen darf, dass es auch einen brauchbaren UV-Anteil haben dürfte.
von diesen UV-LEDs betreiben kann. Natürlich sollten sie ganz simpel hintereinander geschaltet werden
und folglich brauchte ich eine Schaltung, die 10 x 3 = 30 Volt liefern kann mit etwa 20mA Strom.
Sowas kann man (ohne einen hierfür viel zu großen und umständlichen Trafo) recht einfach mittels
kapazitiver Ankopplung bewirken. Ein paar Bauteile noch drumherum und fertig war folgende Schaltung.
Die von mir hier vorgeschlagene Schaltung verwendet direkte Netzspannung, deren Berührung
tödlich sein kann! Ich übernehme keinerlei Verantwortung für unsachgemäße Maßnahmen und kann keine
Gewähr für eine sichere Funktion meiner dargestellten Beispiele geben. Verbesserungsvorschläge
nehme ich gerne entgegen.
pro Wechselstrom-Halbwelle zur Verfügung gestellt wird (ca. 20mA LED-Strom). Um Restladungen abzubauen,
wird parallel zu diesem Kondensator ein hochohmiger Widerstand gelegt, hier 560k. Der auf den Kondensator
folgende Widerstand (ca. 390 Ohm) soll lediglich den Maximalstrom begrenzen, der sonst in einem ungünstigen
Anschaltmoment (also bei Spitzenspannung) fließen würde. Die Querdiode dient zur Rückladung der
negativen Halbwelle, die Längsdiode gibt den Strom der positiven Halbwelle an den Elko
(ca. 50µ/35V) weiter. Dieser glättet den Stromverlauf für die am Ende nachfolgende LED-Kette und
verhindert somit unzulässig hohe Ströme für die LEDs. Die Dimensionierung der Bauteile ist unkritisch,
aber auf die Spannungsfestigkeit ist dringend zu achten (siehe Schaltplan)!!!
Wahrscheinlichkeit auch den Rest der Schaltung, also nochmal: ...
Finger davon lassen soll, wenn er nicht wirklich Ahnung von dem hat, was wir hier vorhaben, kann es
losgehen mit der Demontage der defekten Lampe.
Die Kabel für die Stromzuführung der UV-Lampe dürfen nicht entfernt werden, wir müssen ja unsere
LED-Kette auch wieder anschließen können.
zu lösen. An der inneren Schwärzung des Glaskolbens erahnt man schon, warum die Leuchte
ihren Geist aufgegeben hat.
im Hausmüll...
außen zugänglich, allerdings werden bei manchen Lampenversionen Sicherheitsschrauben verwendet, sodass
man in so einem Fall einen Schraubendreher mit spezieller Schneide braucht, um die Schrauben öffnen
zu können. Bei der hier bearbeiteten Lampe reichte ein normaler Kreuzschlitzdreher aus.
Regel hängen darin noch ein paar gemordete und ausgetrocknete Mücken, Fliegen und sonstige
Leckereien. Mit einem Pinsel entfernt man diese Rückstände ganz einfach.
sich die Elektronik verbirgt.
Ich konnte aber feststellen, dass darin zwei völlig unabhängige Teilschaltungen enthalten sind. Ein Teil ist
für die Erzeugung der Hochspannung zuständig und der andere für die Ansteuerung der UV-Lampe. Und
diesen zweiten Teil kann man mit etwas Löterfahrung ganz einfach ausbauen, um ihn anschließend in
LED-tauglicher Auslegung neu zu gestalten. Beim Auslöten gewinnt man übrigens auch gleich ein paar recht
gut verwendbare Bauteile für die neue Schaltung, den Kondensator und zwei ausreichend spannungsfeste
Dioden. Die anderen überzähligen Bauteile wandern kurzerhand in unsere Bastelkiste.
richtige Polung aller LEDs achten. Die Anschlussdrähte an jeder Diode sind zur Kenntlichmachung
unterschiedlich lang - der längere Draht weist den Pluspol aus (nach dem Abkürzen der Drähte hat man
diese Info aber nicht mehr, dann muss man sich an den Innenpolen der LEDs orientieren).
in der Lampe gut Platz finden, dafür ist wieder mal Fingerspitzengefühl gefragt. Beide Enden verbindet
man mit den Leitungen, die auch schon die alte UV-Leuchte versorgten und fädelt die LED-Kette vorsichtig
in die Lampe ein, bis sie einigermaßen mittig zwischen Deckel und Boden sowie den Hochspannungsdrähten
zu liegen kommt.
Wenn man die Elektronik-Platine und die Kabel wieder zusammen im Deckel verstaut hat, kann man
einen Funktions-Test machen (der natürlich das behutsame und konzentrierte Vorgehen mit Erfolg
belohnen wird). Anschließend schraubt man das Gehäuse komplett zusammen, setzt den Boden ein und
kann den Mücken-Vernichter wieder in Betrieb nehmen.
Die derart umgebaute Mückenfalle läuft nun anstandslos bereits seit über 10 Jahren und hat schon viel
eiweißhaltiges Biomaterial in sich aufgefangen...